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Gemäß §14 Gefahrstoffverordnung GISBAU 06/2010  
Baustelle / Tätigkeit: Druckdatum:

Epoxidharzprodukte, krebserzeugend, lösemittelhaltig, sensibilisierend
(Spritzen)
GISCODE: RE 9
Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stoffen!

Gefahren für Mensch und Umwelt
Einatmen oder Aufnahme durch die Haut kann zu Gesundheitsschäden führen. Kann die Atemwege, Augen, Haut reizen. Direkter Kontakt kann Verätzungen verursachen, d.h. Hautgewebe und Schleimhäute zerstören. Das enthaltene Teer bzw. 4,4`Diaminodiphenylmethan kann Krebs erzeugen! Vorübergehende Beschwerden (Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen) möglich. Kann Erbrechen, Nervenschaden, Lungenschaden verursachen. Kann zu Allergien führen. Personen mit Epoxidharzen bzw. Härtern-Allergie sollten keinen Kontakt mit diesem Stoff haben. Das Produkt ist leichtentzündlich. Erhöhte Entzündungsgefahr bei durchtränktem Material (z.B. Kleidung, Putzlappen). Vorsicht bei Gebinden mit Restmengen, bei Entzündung Explosionsgefahr.
Eindringen in Boden, Gewässer und Kanalisation vermeiden!
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Arbeiten nur bei Frischluftzufuhr (Fenster und Türen öffnen)! Bei Dämpfen mit Absaugung arbeiten! Von Zündquellen fernhalten! Nicht rauchen! Keine offenen Flammen! Kriechende Dämpfe können in größerer Entfernung zur Entzündung führen! Schlag und Reibung vermeiden! Nur ex-geschützte und funkenfreie Werkzeuge verwenden! Vorratsmenge auf einen halben Schichtbedarf beschränken! Beim Ab-/Umfüllen/Mischen der Komponenten Verspritzen vermeiden. Nach Härterzugabe zügig verarbeiten (Erhitzung möglich). Arbeitsgeräte, Türklinken usw. sauber halten. Gefäße nicht offen stehen lassen! Krebserzeugende Inhaltsstoffe können über die intakte Haut in den Körper gelangen. Berührung mit Augen, Haut und Kleidung vermeiden! Vorbeugend Hautschutzsalbe auftragen, um die Hautreinigung zu erleichtern. Nach Arbeitsende und vor jeder Pause Hände, Unterarme und Gesicht gründlich reinigen! Epoxidharze nur mit geeignetem Reinigungsmittel von der Haut entfernen. Auf keinen Fall Lösemittel verwenden! Hautpflegemittel verwenden! Nach Arbeitsende Kleidung wechseln! Straßenkleidung getrennt von Arbeitskleidung aufbewahren! Verunreinigte Kleidung wechseln!
Beschäftigungsbeschränkungen beachten!
Augenschutz: Korbbrille!
Handschutz: Es gibt kein Handschuhmaterial, das gegen alle Lösemittel beständig ist. Handschuhe aus Butylkautschuk oder Nitril nur als Spritzschutz verwenden. Beim Tragen von Schutzhandschuhen sind Baumwollunterziehhandschuhe empfehlenswert.
Atemschutz: Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät.
Ausschließlich umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät verwenden!
Körperschutz: (Einweg-)Chemikalienschutzanzug und Kunststoffstiefel.


Verhalten im Gefahrenfall
Bei Schadensbeseitigung persönliche Schutzausrüstung tragen: Auf jeden Fall Schutzbrille, Handschuhe (Butylkautschuk oder Nitril) sowie Schutzkleidung ! Verunreinigte Flächen und Arbeitsgeräte sofort reinigen! Mit saugfähigem unbrennbaren Material (z.B. Kieselgur, Sand) aufnehmen und entsorgen! Bei Brand in der Umgebung Behälter mit Sprühwasser kühlen! Produkt ist brennbar, geeignete Löschmittel: Schaum, Kohlendioxid, Löschpulver! Bei Brand entstehen gefährliche Dämpfe ! Brandbekämpfung nur mit persönlicher Schutzausrüstung; bei unzureichender Belüftungumgebungsluftunabhängigem Atemschutzgerät anlegen! Das Eindringen in Boden, Gewässer und Kanalisation muss vermieden werden.
Zuständiger Arzt:
Unfalltelefon:
Erste Hilfe
Bei jeder Erste-Hilfe-Maßnahme: Selbstschutz beachten und umgehend Arzt verständigen.
Nach Augenkontakt: 10 Minuten unter fließendem Wasser bei gespreizten Lidern spülen oder Augenspüllösung nehmen. Immer Augenarzt aufsuchen!
Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. 15 Minuten mit Wasser spülen. Keine Verdünnungs-/Lösemittel!
Nach Einatmen: Frischluft! Bei Bewusstlosigkeit Atemwege freihalten (Zahnprothesen, Erbrochenes entfernen, stabile Seitenlagerung), Atmung und Puls überwachen. Bei Atem- oder Herzstillstand: künstliche Beatmung und Herzdruckmassage.
Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen. Mund mit Wasser ausspülen. In kleinen Schlucken viel Wasser trinken lassen.
Ersthelfer:
Sachgerechte Entsorgung
Nicht in Ausguss oder Mülltonne schütten! Nicht mehr verwendbare Einzelkomponenten zur Aushärtung vermischen.
Ausgetrocknete Gebinde:
Gebinde mit nicht ausgehärteten Produktresten:
Ausgehärtete Produktreste:
Nicht ausgehärtete Produktreste: